Umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft
Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft ist eine regenerative Energieform, die bereits längere Zeit von der Menschheit genutzt wird.
So wird zum Beispiel in Deutschland seit längerer Zeit eine relativ konstante Menge an elektrischem Strom aus Wasserkraft erzeugt.
Laut Angaben des "Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit" schwankt die mittels Wasserkraft erzeugte Menge an Strom seit 1970 jährlich rund um 20.000 Gigawattstunden.
Dies ist schon eine beträchtliche Strommenge, die in Deutschland allerdings auch nicht mehr in signifikantem Maße ausgebaut werden kann, da die meisten Ressourcen erschöpft sind.
Weltweit gesehen läßt sich die Nutzung der Wasserkraft zur Erzeugung von Strom jedoch noch beträchtlich ausbauen.
Das grundsätzliche Prinzip der Stromerzeugung über Wasserkraft liegt darin, daß die Bewegungsenergie (kinetische Energie) von fließendem Wasser über Turbinen in Rotationsenergie umgewandelt wird und über die rotierenden Turbinen Generatoren zur Stromerzeugung angetrieben werden.
Umgesetzt wird dieses Prinzip in:
a) Laufwasserkraftwerken
Bei Laufwasserkraftwerken wird der natürliche Fluß des Wasser genutzt, der zum Beispiel in Flüssen in Gebirgsregionen gegeben ist, indem einfach Turbinen ins Wasser verbracht werden.
Diese Anlagen sind recht simpel und kostengünstig in der Errichtung, liefern oft allerdings auch nur geringe Mengen an Strom.
b) Staudämme und Wehre
Bei Staudämmen und Wehren wird mittels baulicher Maßnahmen quasi ein künstlicher Wasserfluß erzeugt.
So werden bei Staudämmen Flüsse aufgestaut und das Wasser nur in einem kontrolliertem Maße wieder abgegeben. Zwischen dem Oberlauf und dem Unterlauf von Staudämmen werden hierbei die Turbinen zur Stromerzeugung geschaltet.
Die Errichtung von Staudämmen oder Wehren erfordert natürlich einen zum Teil recht großen baulichen Aufwand, die Strommengen, die mittels solcher Wasserkraftwerke erzeugt werden können, sind jedoch in der Regel auch sehr groß.
c) Gezeitenkraftwerke
Bei Gezeitenkraftwerken wird der Wasserfluß genutzt, der beim Zu- bzw. Ablauf des Wassers in Küstenregionen entsteht, in denen es einen relativ großen Tiedenhub (= Unterschied zwischen dem Wasserstand bei Ebbe und bei Flut) gibt.
Wesentliche Vorteile der Nutzung der Wasserkraft bestehen darin,
- daß im Betrieb der Anlagen keine schädlichen Emissionen frei werden und
- daß der Rohstoff zur Energieerzeugung (Wasser) kostenlos und dauerhaft zur Verfügung steht.
Ein großer Nachteil der Wasserkraftnutzung zur Stromerzeugung besteht darin, daß die Errichtung großer Wasserkraftwerke in der Regel auch mit großen Einschnitten in die Natur verbunden ist.
Deshalb sind bereits in der Planungsphase solcher Wasserkraftwerke etwaige ökologische Folgen zu berücksichtigen, damit zum Beispiel nicht ganze Landstriche austrocknen oder die Existenz ganzer Tierarten bedroht wird.
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