Ökostrom aus Windkraft

In Deutschland wird inzwischen ein nicht unerheblicher Teil des Gesamtstromes aus Windenergie erzeugt. So werden laut Zahlen des "Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit" jährlich bereits mehr als 30.000 Gigawattstunden Strom mittels Windkraftanlagen erzeugt.

Das Prinzip der Stromerzeugung über Windenergie basiert auf der Umwandlung von Energieformen. Da Wind nichts weiter ist als Luft, die sich mit einer bestimmten Geschwindigkeit bewegt, und Luft aus Molekülen (hauptsächlich Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen) besteht, die über eine Masse verfügen, ist der Wind bereits eine Energieform. Bewegt sich eine Masse mit einer bestimmten Geschwindigkeit spricht man von der "kinetischen Energie". Diese kinetische Energie des Windes wird mittels der Rotoren von Windkraftanlagen umgewandelt in Rotationsenergie, da die Rotorblätter eine Welle in Rotation versetzen. Diese Welle treibt in der Gondel einer Windkraftanlage nun einen Generator an, der die Rotationsenergie letztlich in elektrischen Strom umwandelt, der in das öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Während man in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts, als der Boom der Windenergie begann, noch hauptsächlich einzeln stehende Windkraftanlagen vorfand, werden Windkraftanlagen in der heutigen Zeit zumeist in sogenannten Windparks errichtet, da man auf diese Weise u.a. logistische Vorteile bei der Wartung der Windkraftanlagen hat. Ein neuer Trend geht in die Errichtung sogenannter "Offshore Windparks", also Windparks, die im Meer errichtet werden, da dort zum Einen sehr viel Platz zur Verfügung steht und zum Anderen, weil dort im Durchschnitt mehr Wind vorliegt.

Die Vorteile der Erzeugung von Strom aus Windenergie liegen vor allem darin, daß bei Windkraftanlagen im Betrieb keinerlei schädlichen Emissionen anfallen, und das der Rohstoff: "Wind" stets kostenlos zur Verfügung stehen wird und somit keine Verknappung des Energieträgers zu befürchten ist.

Ein wesentlicher Nachteil der Nutzung der Windenergie ist, daß Wind nicht stetig ist. So gibt es immer wieder Zeiten, in denen zu wenig Wind weht oder auch Zeiten in denen der Wind so stark ist, daß Windkraftanlagen aufgrund der hohen mechanischen Belastung abgeschaltet werden müssen. Es ist somit noch keine konstante Stromversorgung über Windenergie möglich. Es wird jedoch daran gearbeitet, verbesserte Speichermöglichkeiten für Strom zu entwickeln, so daß es diese Problematik zukünftig eventuell nicht mehr geben wird.

Ökostrom
Strom aus konventioneller Erzeugung
Ökostrom aus Windkraft
Solarstrom
Umweltfreundlicher Strom aus Wasserkraft
Ökostrom aus Biomasse
Sauberer Strom aus Erdwärme
Ökostrom im Vergleich zu konventionellem Strom
Stromtarif wechseln, Ökostrom wählen und den Strommarkt beeinflussen

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