Der Anstieg des Meeresspiegels
Wenn die durchschnittlichen Temperaturen auf unserer Erde steigen, so steigen zwangsläufig auch die Meeresspiegel.
Hierfür gibt es zwei Gründe:
- Das Volumen von warmen Wasser ist größer, als das von kälterem Wasser, somit steigt auch der Meerespegel in Abhängigkeit der Wassertemperatur.
- Höhere Durchschnittstemperaturen führen zu einem verstärkten Abschmelzen von Gletscher- und polarem Eis, welches dann natürlich in flüssiger Form vorliegt und zur Erhöhung der Meeresspiegel beiträgt.
Da die durchschnittlichen Temperaturen auf unserer Erde schon seit einiger Zeit steigen, kann man auch schon einen Anstieg der Meeresspiegel beobachten.
Betrachtet man die Zeit nach Mitte des 19. Jahrhunderts, so ist der Meeresspiegel seit dieser Zeit bereits um etwa 20 Zentimeter gestiegen. Hierbei ist der größte Teil dieses Anstieges innerhalb der letzten 50 Jahre erfolgt, da die Durchschnittstemperatur unserer Atmosphäre in diesem Zeitraum um rund 0,5 Grad Celsius gestiegen ist.
Bedingt dadurch, daß die durchschnittlichen Temperaturen noch weiter steigen werden, wird auch der Meeresspiegel zukünftig noch weiter steigen.
Genaue Prognosen sind allerdings kaum zu treffen, da der Anstieg der Meerespegel natürlich von Ausmaß der weiteren Erwärmung abhängig ist.
Laut der australischen Forschungsorganisation CSIRO (Australia's Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation) kann im Verlauf des 21. Jahrhunderts von einer Erhöhung der Meeresspiegel um rund 34 Zentimeter ausgegangen werden.
Tritt der schlimmste Fall ein, also ein komplettes Abschmelzen von Gletscher- und Polareis, muß mit einem Anstieg der Meerespegel um mehrere Meter gerechnet werden, was natürlich katastrophale Folgen hätte.
Die Folgen sind jedoch auch schon bei einem geringeren Anstieg gravierend, da, bedingt durch immer häufiger und stärker auftretenden Überflutungen ganzer Regionen, immer mehr Menschen vor dem Wasser zurückweichen und oftmals ihre Existenz aufgeben müssen.
Besonders hart trifft es ärmere Regionen der Erde, da dort zumeist die finanziellen Mittel fehlen, um effektive Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser treffen zu können.
Dies kann man bereits heute in Regionen wie dem Inselstaat Tuvalu oder Bangladesch beobachten, wo die Bevölkerung unter den immer extremer verlaufenden Überflutungen zu leiden hat.
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