Schlafstörungen behandeln
Unter Schlafstörungen Leidende gehen in vielen Fällen davon aus, dass ihre Schlafstörung nur vorübergehend auftritt und nehmen daher eher frei verkäufliche Schlaftabletten ein als einen Arzt zu konsultieren. Dabei kann eine frühzeitige Konsultation eines Facharztes größere Schlafstörungen vermeiden helfen. Zudem kann die Einnahme von Schlafmitteln, im schlimmsten Fall dauerhaft, nicht nur zu drastischen Nebenwirkungen sondern auch zur Abhängigkeit führen.
Wussten Sie schon?
Schlaftabletten sollten wenn überhaupt nur für sehr kurze Zeit eingenommen werden.
Sobald eine Schlafstörung diagnostiziert wurde und feststeht, welcher Art sie ist, kann eine genau darauf abgestimmte Therapie begonnen werden, die Körper und Psyche so wenig wie möglich belastet. Neben starken Medikamenten wie Neuroleptika oder Benzodiazepinen kommen je nach Art der Schlafstörung im Rahmen der Therapie auch alte Hausmittel und pflanzliche Wirkstoffe, Entspannungstechniken und möglicherweise auch eine Psychotherapie zum Einsatz.
Wussten Sie schon?
Pflanzliche Wirkstoffe aus Baldrian, Hopfen, Lavendel oder Passionsblume wirken mindestens ebenso gut wie herkömmliche Medikamente - und sollten daher auch mit der gleichen Vorsicht eingenommen werden.
Die Schlafrestriktion findet als Therapieform ebenso Anwendung: Dieser Therapieansatz, der auch als Schlafbeschränkungstherapie bekannt ist, funktioniert nach der Prämisse "weniger ist mehr". Die Schlafzeit und häufig auch die Schlafmenge werden festgelegt, meist wird die Schlafmenge dabei auf bis zu 5 Stunden verkürzt. Diese Therapie sollte wenn möglich unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Sie soll bewirken, dass der Schlaf in dieser recht kurzen Schlafphase erholsamer ist als der bisher gestörte Schlaf in einer vergleichsweise längeren Schlafphase. Erreicht wird dieser Effekt durch den künstlich herbeigeführten Schlafentzug und damit entstehenden Schlafdruck.
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