Der Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres, und alle Familienmitglieder wünschen sich eine erholsame, abwechslungsreiche Zeit, an die man sich noch lange erinnert. Ist der Nachwuchs im Schulalter und einigermaßen seefest, ist eine Kanutour entlang der ostdeutschen Boddenküsten vielleicht genau das Richtige, um sich ein bisschen abenteuerlich zu fühlen, neue Erfahrungen zu sammeln und die Familie so richtig zusammenzuschweißen. Bevor es losgeht…
Plant man zum ersten Mal eine mehrtägige Kanutour mit Familie, tut man gut daran, nicht einfach auf eigene Faust loszupaddeln. An der deutschen Ostseeküste gibt es Unternehmen, die sich auf begleitete Fahrten mit Familien spezialisiert haben und den mutigen Seemännern von Anfang bis Ende kräftig unter die Arme greifen. Die Gewässer zwischen dem Festland und der Halbinsel Fischland-Darß bieten sich wegen der guten Befahrbarkeit besonders an und bilden zudem eine traumhafte Kulisse. Bewährt haben sich Fahrten von maximal einer Woche Dauer, an der gleich 2 bis 4 Familien teilnehmen. Da man ja nicht die ganze Zeit zu Wasser unterwegs ist, tut es nicht nur den Kindern gut, sich während der Landgänge mit Gleichgesinnten auszutauschen. Zudem gibt es immer wieder Streckenabschnitte, bei denen die Boote kurzzeitig über Land getragen werden müssen - da kommt jede zupackende Hand gerade recht. Am besten reist es sich in Kajaks und Kanadier-Booten, in denen auch das gesamte (wasserdicht verpackte) Gepäck verstaut wird. Die mitgeführten Zelte werden abends auf einem der ausgewiesenen Wasserrastplätze aufgeschlagen. Neben Abenteuerlust und einer gewissen Wetterfestigkeit gehört vor allem sicheres Schwimmen unbedingt zu den Grundvoraussetzungen - und dann kann man in See stechen.