Haartransplantation
Eine Haartransplantation ist besonders attraktiv bei Androgenetischer Alopezie. Hierbei werden vom beharrten Hinterkopf unter örtlicher Betäubung die intakten Haarwurzeln entnommen. Dann werden die Haarwurzeln selektiert und präpariert. Nachdem auf den kahlen Stellen Implantationskanäle vorbereitet wurden, wird das Eigenhaar dorthin transplantiert. Nach dem üblichen Zeitraum von zwei bis sechs Monaten entwickeln sich neue gesunde Haare, die ein ganzes Leben lang erhalten bleiben.
Es gibt zwei Methoden der Haartransplantation. Einerseits kann ein schmaler Hautstreifen entnommen werden, bei dem eine kleine linienförmige Narbe zurückbleibt. Bei der zweiten Methode werden die Haarfollikel einzeln oder in einer Gruppe transplantiert. Bei der früheren Methode der Hautinsel-Verpflanzung wurden noch ganze Hautinseln entnommen und in dieser Form auf eine kahle Stelle verpflanzt. Das Ergebnis sah im Gegensatz zu heutigen Methoden sehr unnatürlich aus.
Die Haartransplantation ist nur mit eigenem Haar möglich. Fremdhaar erkennt das Immunsystem als Fremdkörper an und stößt es ab. Es ist also ratsam, die Transplantation bereits vorzunehmen, wenn die haarlosen Stellen noch überschaubar sind. Wenn noch genügend Eigenhaar vorhanden ist, können logischerweise auch mehr Haare transplantiert werden. Die Haartransplantation mit anderen Körperhaaren ist aufgrund der andersartigen Beschaffenheit nicht möglich.
Aufgrund des wechselhaften und spontanen Befalls ist eine Haartransplantation bei diffusem und kreisrundem Haarausfall nicht effektiv.
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