Haarausfall Medikamente

Vor allem Betroffene des erblich bedingten Haarausfalls, bei der sich das Kopfhaar an typischen Stellen lichtet, kommen bei der Therapie nicht um die Anwendung von Medikamenten herum. Des Weiteren ist bei dieser Form zu beachten, dass die Wirkung nur so lange anhält, wie das Medikament auch zum Einsatz kommt. Bei Abbruch der Anwendung werden wieder vermehrt Haare ausfallen.

Da die Androgenetische Alopezie aufgrund einer Überempfindlichkeitsreaktion des Haarfollikels auf männliche Sexualhormone entsteht, kommen bei ihrer Therapie Medikamente zum Einsatz, die die Bildung des Stoffes Dihydrotestosteron hemmen, welcher in der Haarwurzel als Abbauprodukt des männlichen Hormons Testosteron entsteht und für die Überreaktion verantwortlich ist. Diese Medikamente können sowohl als Tinktur als auch in Tablettenform angewendet werden.

Bei der Androgenetischen Alopezie bei Frauen wird mitunter auch die Anti-Baby-Pille eingesetzt. Einige dieser Medikamente enthalten Antiandrogene, die das Wirken der männlichen Sexualhormone hemmen, welche die Überempfindlichkeitsreaktion beim erblich bedingten Haarausfall auslösen.

Für den kreisrunden Haarausfall (Alopecia Areata) gibt es nur wenige Therapiemöglichkeiten. Mit Hilfe von kortisonhaltigen Haartinkturen wird versucht, das Immunsystem zu unterdrücken, welches fälschlicherweise die Haarfollikel angreift.

Auch hier ist wieder von großer Wichtigkeit, dass die Therapie mindestens zwei bis sechs Monate durchgehalten wird, da sich aufgrund des natürlichen Haarzyklus erst nach diesem Zeitraum ein Effekt bemerkbar macht.

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