Bei einer genetischen Veranlagung zu Haarausfall, wie es bei der Androgenetischen Alopezie der Fall ist, ist der Verlust des Haares schon vorprogrammiert. Betroffene Menschen können in diesem Fall nur noch retten, was noch zu retten ist. Der Umfang der zur Verfügung stehenden Medikamente ist dabei sehr gering. Außerdem muss mit unerwünschten Nebenwirkungen gerechnet werden. Ein Neuwuchs der Haare wird nur in wenigen Fällen erreicht. Bei einer lebenslangen Einnahme dieser Arzneimittel überrascht der hohe Kostenaufwand nicht mehr. Problematisch wird die Therapie besonders für Frauen, da eine Schädigung des ungeborenen Kindes befürchtet werden muss.
Noch ist es Zukunftsvision, aber Forscher arbeiten bereits daran, die Gene in den Haarwurzeln zu ersetzen, die für den Haarausfall verantwortlich sind. Grundsätzlich könnte man mit dieser Praxis alle Arten von Krankheiten heilen. Der Vorteil der Gentherapie liegt darin, dass sie praktisch nebenwirkungsfrei arbeitet, denn es werden nur die betroffenen Gene entfernt und die gesunden bleiben erhalten.