Die Kontaktallergie

Die Kontaktallergie unterscheidet sich von der Pollen-, Hausstaubmilben- oder Tierhaarallergie dahingehend, dass eine allergische Reaktion nicht durch das Einatmen des Allergens verursacht wird, sondern durch den direkten Kontakt mit der Haut. Die Haut reagiert hierbei auf bestimmte Stoffe allergisch, wobei es zu starkem Juckreiz, Rötung der Haut und auch zur Bläschenbildung kommen kann.



Rund 15% der Menschen reagieren im Laufe ihres Lebens auf bestimmte Stoffe allergisch. Eine sehr typische Kontaktallergie ist beispielsweise die Nickelallergie. Auch treten häufig Kontaktallergien gegen Chrom, Konservierungsstoffe, Duftstoffe und Desinfektionsmittel auf. Sehr weit verbreitet sind Kontaktallergien und daraus entstehende Kontaktekzeme auf Gerbstoffe und Farbstoffe, die in der Bekleidungsindustrie verwendet werden. Bei der Kontaktallergie entsteht die Überempfindlichkeit der Haut erst nach einem wiederholten Kontakt und die allergische Reaktion tritt mit Verzögerung auf. Wer beispielsweise eine Nickelallergie entwickelt, wird feststellen, dass das Metall für einen kurzen Zeitraum keine allergischen Beschwerden verursacht, es nach einigen Tagen jedoch zu einer Hautreizung kommt. Dies ist besonders beim Tragen von Modeschmuck zu beobachten, wenn plötzlich Ohrringe, Armbänder oder Ketten, Spuren an der Haut hinterlassen. Auch Hosenknöpfe oder Gürtel enthalten häufig Nickel, wo es dann, an den entsprechenden Stellen, zu Ekzemen kommen kann.

Wenn Sie die Vermutung haben, dass Sie auf einen Stoff allergisch reagieren, ist es wichtig, dass Sie ihren Arzt darüber informieren. Zur Feststellung der Ursache sind Informationen zu Ihrer Lebensweise und Ihrem Beruf wichtig, da Allergieauslöser häufig im beruflichen Umfeld zu finden sind. Dies ist beispielsweise bei Bäckern der Fall, die allergische Kontaktekzeme durch Mehl bekommen können oder auch Friseure, die ständigen Hautkontakt mit chemischen Substanzen haben. Falls Sie in der letzten Zeit eines Ihrer Körperpflege-Produkte gewechselt haben (z.B. neues Duschgel, Bodylotion oder Gesichtscreme), sollten Sie auch hierüber Ihren Arzt informieren.

Um festzustellen, auf welchen Stoff Sie allergisch reagieren, wird Ihr Arzt einen Hauttest, den so genannten Epikutantest, bei Ihnen durchführen. Hierzu werden Pflaster, an denen verschiedene Substanzen haften, auf Ihren Rücken oder Oberarm geklebt. Nach 2-3 Tagen wird der Test von Ihrem Arzt abgelesen. Ergibt der Test, dass Sie ein allergisches Kontaktekzem haben, wird Ihnen der Arzt raten, dass Sie weiteren Kontakt mit dem Allergen meiden müssen. Dies ist die einzige Möglichkeit, um eine neue Kontaktallergie zu verhindern.

Bestehende Symptome können lediglich äußerlich behandelt werden. Hierzu werden cortisonhaltige Präparate und Antihistaminika eingesetzt oder Cremes und Salben, die den Juckreiz und die Hautveränderungen lindern. Normaler Weise klingt eine Kontaktallergie mit begleitendem Kontaktekzem schnell wieder ab, wenn der Kontakt mit dem auslösenden Wirkstoff vermieden wird. Nur in seltenen Fällen bildet sich ein chronisches Hautekzem, das dann dauerhaft mit pflegenden Hautprodukten behandelt werden sollte.

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