Bei Ihnen wurde beim Arzt eine Hausstaubmilbenallergie nachgewiesen? Dann gilt es jetzt, wie auch bei allen anderen Allergien, den Kontakt zum Allergieauslöser zu meiden. Dies ist natürlich nicht so einfach, denn absolute Staubfreiheit werden Sie trotz intensiver Reinigung Ihrer Wohnung nicht erreichen. Dennoch sollten Sie versuchen, die Staub- und Milbenkonzentration so gering wie möglich zu halten.
Vermeiden Sie unnötige Staubfänger, wie beispielsweise Teppiche, offene Bücherregale, Wandbehänge, schwere Vorhänge oder Stofftiere. Mit einem speziellen Milbentest, den Sie in jeder Apotheke kaufen können, lässt sich die Milbenbelastung in Ihrer Wohnung messen. Ergibt der Test eine hohe Konzentration, sollten Sie reagieren. Halten Sie Ihren Wohnraum möglichst staubfrei. Glatte Fußbodenbeläge sind weitaus besser zu reinigen als Teppichböden. Wischen Sie Ihren Fußboden so oft wie möglich feucht aus. Kaufen Sie sich einen Staubsauger, der über einen speziellen Filter (HEPA-Filter) verfügt. Lassen Sie sich am Besten von einem Fachverkäufer beraten oder lesen Sie im Internet Testberichte der Stiftung Warentest. Benutzen Sie zum Staub wischen immer ein feuchtes Tuch und wirbeln Sie Staub nicht unnötig auf. Hausstaubmilben fühlen sich in einem feuchten Klima besonders wohl. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie Ihre Wohnung möglichst häufig gut durchlüften.
Da Hausstaubmilben in Ihrem Bett die besten Lebensbedingungen vorfinden, sind hier die wichtigsten Vorkehrungen zur Vorbeugung allergischer Reaktionen zu treffen. Überziehen Sie Ihre Matratze mit einem allergendichten Überzug, den Sie im Fachgeschäft kaufen können. Die so genannten Encasing-Bezüge bestehen aus wasserdampfdurchlässigem Material, so dass weiterhin eine gute Feuchtigkeitszirkulation besteht. Ebenso sollten Sie ausschließlich antiallergische Bettwäsche verwenden und Ihr Bettzeug so häufig wie möglich bei einer Waschtemperatur von mindestens 60°C waschen.
Das Aufschütteln der Betten sowie das Beziehen mit frischer Bettwäsche sollte am Besten von Jemandem erledigt werden, der nicht auf Hausstaubmilben allergisch reagiert.
Die Anwendung chemischer Mittel sollten Sie vermeiden und nur bei sehr extremer Belastung in Erwägung ziehen. Zusätzlich zu diesen Schutzmaßnahmen fragen Sie Ihren Arzt, ob eine Immuntherapie in Form einer Hyposensibilisierung für Sie in Frage kommt. Auf lange Sicht ist die Hyposensibilisierung in jedem Fall erfolgversprechend.
Bei akuten allergischen Beschwerden helfen, ebenso wie bei Pollenallergikern, antiallergische Medikamente (Antihistaminika), antiallergische Nasensprays und Augentropfen. Ist Ihre Haut gereizt, juckt und ist gerötet, können Sie auf pflegende Cremes oder Salben zurückgreifen, die beispielsweise Dexpanthenol, Harnstoff oder Aloe Vera, enthalten. Wenn Ihr Kind unter einer Hausstaubmilbenallergie leidet, können Sie natürlich nicht sämtliche Kuscheltiere aus Ihrer Wohnung verbannen.
Da jedoch Kuscheltiere den Milben ideale Lebensbedingungen bieten, sollten Sie die Milbenkonzentration möglichst gering halten. Stecken Sie Kuscheltiere regelmäßig in einen Plastikbeutel und legen Sie ihn für eine kurze Zeit in die Gefriertruhe. Auf diese Weise sterben die Milben ab, jedoch nicht ihre Allergene (Milbenkot). Deshalb ist es empfehlenswert, lediglich Stofftiere zu kaufen, die gewaschen werden können.
Allergien
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